Über mich - Ilka Mutschelknaus
"Ich schließe die Augen, um zu sehen"
Paul Gauguin
Mein Weg
…in diesem Leben begann am 29. Mai 1968.
Mit der Luft in der Sonne, mit dem Wasser im Mond und der Erde im Aszendenten erblickte ich die Münchner Welt.
Weggabelungen prägten schon meine Schulzeit. Sport und Kunst liebte ich, mich in meiner Körperkraft zu spüren und in die Fantasie der Farben und Formen abzutauchen, machte mich glücklich. Meine Vision war, einen warmen, liebevollen Raum für mich zu schaffen, der mir Sicherheit und Geborgenheit gibt. Ich schlug den Weg zur Innenarchitektin ein.
Doch etwas fehlte mir in dieser Scheinwelt. Ich suchte nach dem sinnvollen Wirken, nach dem ganzheitlichen Ansatz. Ökologisches Denken, verantwortliches Handeln, krankmachende Strukturen zu durchbrechen, das waren meine Triebfedern. So fand ich schließlich zur Baubiologie.
Durch eine Endometriose-Indikation stand ich 1999, orientierungslos vor einer Weggabelung, mein Leben hinterfragend. Doch ein hellsichtiger Engel hatte dort ein Schild mit der Bezeichnung Luna Yoga® aufgestellt. Ein tiefes, stimmiges Bauchgefühl sagte mir: folge dem Wegweiser! Fortan packten mich Luna Yoga und das Thema Frauengesundheit so, dass ich später entschied, die Ausbildung bei Adelheid Ohlig, der Begründerin zu machen.
Meine Forschungsreise begann.
Nach der Ausbildung bot mir eine Fortbildung in Hormon Yoga bei Dinah Rodrigues bereichernde Impulse, die ich später für mich jedoch abwandelte, da sie mir zu technisch und körperlich viel zu herausfordernd für die meisten meiner Teilnehmerinnen war. Ich hinterfragte die Vorgehensweise.
Sehr wertvoll wurde für mich die Ausbildung im Gesundheitlichen Empowerment durch körperorientierte Visualisierungen bei Angelika Koppe, der Begründerin der Methode Wildwuchs, als ich 2010 die erschütternde Diagnose Brustkrebs bekam. Mir war klar, dass ich nun erst einmal in die Tiefe meiner Seele wandern muss, bevor ich weitere Schritte auf meinem Lebensweg gehen kann.
Wiederum stupste mich ein wohlwollender Engel auf den richtigen Pfad...
Bei dem Psychotherapeuten Rainer Scheunemann-Böhlendorf und seinem Team nahm ich im Himalaya-Institut Hamburg von 2011 bis 2014 an Jahresgruppen zum sog. Therapeutischen Begleiten teil. Die Inhalte dieser Fortbildung für Yogalehrende basieren auf der körperbezogenen, tiefenpsychologisch fundierten Hakomi®-Methode. Grundlagen dabei sind Methoden aus der körperzentrierten Psychotherapie, der Selbsterforschung durch Achtsamkeit, die Arbeit mit dem Inneren Kind und der systemischen Familientherapie.
Zur Vertiefung hospitierte ich im Anschluss 2015 im Therapeutenteam und machte sehr einprägsame Erfahrungen, wie sensible therapeutische Begleitung schwer traumatisierter Menschen auf diese besondere Weise gelingen kann.
In der Fortbildung Traumasensibles Yoga - TSY ingradual® von 2018-2019 bei den Begründern Joachim Pfahl und Angela Dunemann fand ich dann genau den passenden und profunden Rahmen für die Weitergabe und Herangehensweise meiner feinsinnigen, mitfühlenden und fruchtbaren Yoga-Wege. Das vermittelte Wissen über die Polyvagaltheorie von Stephen W. Porges und Peter A. Levine haben mir tiefgreifend die Augen geöffnet, welche Auswirkungen neben körperlichen auch soziale Traumata auf unser Nervensystem haben.
Bei Dr. Ralph Skuban habe ich 2026 die Grundausbildung zum Atem-Coach (nach der Buteyko-Methode) absoviert. Auch Ralphs achtsamer und humorvoller Zugang zu den körperlichen und seelischen Vorgängen hat mich bestätigt, wie wichtig das Wissen um körperliche Vorgänge und in diesem Fall das natürliche Atmen im Yoga ist. Die wertvollen Erkenntnisse aus der Ausbildung, warum der natürliche, funktional-gesunde Atemvorgang im Yoga unbedingt im Vordergrund stehen sollte (nämlich nicht als Technik, sondern als körperlicher Impulsgeber) trage ich in meiner Yogavermittlung - gerade auch bei Yoga-Anfängern - nun weiter.
All meinen Wegbereiterinnen und Wegbereitern bin ich unendlich dankbar für deren Arbeit!
Ihre Schätze trage ich mit großer Dankbarkeit weiter.
