Yogawege für Frauen
 
fruchtbar - fühlend - feinsinnig

Traumasensibles Yoga
TSY ingradual®

„Im Atemhaus wohnen - eine Menschenzeit“

Rose Ausländer


Traumatische Erlebnisse können Gefühle von Verlassenheit und einen Abbruch von Verbundenheit erzeugen. Manche Menschen erfahren erst spät oder überraschend, dass ihre langanhaltenden diffusen Befindlichkeitsstörungen auf ein Trauma zurückzuführen sind.
Solche Traumafolgestörungen, die sich zu einem Posttraumatischen Belastungssyndrom (PTBS) entwickeln können, sind heute gut erforscht. Bei gewaltsamen Verletzungen des Organismus erzeugt das Nervensystem eine Art Schutzbarriere zwischen den einzelnen Gehirnarealen. Hierdurch entstehen tiefe Irritationen im Gehirn, die in der Folge zu Abspaltungen und Erinnerungsverlust führen können. Doch der Körper erinnert, was in Trigger-Situationen zum Ausdruck kommt. Hier setzt Traumasensibles Yoga an.

Mit behutsamen und sensibel begleiteten Yogaübungen setze ich einen geschützten Rahmen, in dem du neue Körpererfahrungen machen kannst. Wir begegnen allen körperlichen und seelischen Empfindungen mit mitfühlender Achtsamkeit. In solchen wahrnehmungsorientierten Übungen treten wir in einen „Dialog“ mit deinem Körper und erwecken den liebevollen „Inneren Beobachter“, der dir Schutz gibt. 

Durch diese Erfahrungen kann eine neue Verbindung zu abgespaltenen Anteilen in dir behutsam aufgebaut werden. Denn es gibt in jedem Menschen einen Kern, der nicht abgeschnitten ist, der in Verbundenheit existiert.

Durch das Erleben der Verbindung von Bewusstsein, Bewegung und Atem entsteht über die Zeit eine wache Präsenz, die die Ohnmacht überwinden hilft. Ein Gefühl von innerem Halt kann wachsen und eine Harmonisierung des autonomen Nervensystems eröffnet allmählich neue Handlungsmuster. Das hilft auch Menschen, die unter Burn-Out leiden und Möglichkeiten der Selbstregulation suchen.

Traumata können sprachlos machen, wenn die Belastungssituationen in der Vergangenheit nie ausgesprochen werden konnten. Geschichten und Bilder können helfen, eine Sprache für die unzugänglichen Gefühle zu finden.

Vielleicht hast du einmal ein Bild von deinem „Sicheren Ort“ gemalt.

In meiner Fortbildung bei Angelika Koppe bekam ich durch die Visualisierungen in den Körperreisen mit der Methode Wildwuchs endlich einen Eindruck von meinen abgespaltenen Wunden und wie sehr der Zugang zu diesen Wunden versperrt war. Im wertschätzenden Dialog mit dem eigenen Körper konnte ich allmählich meine traumatischen Erfahrungen anerkennen. Aus dieser Anerkennung entstand über die Jahre ein tragendes Mitgefühl für mich selbst, ein Gefühl von Selbstwirksamkeit. Erst durch diese Würdigung der Geschehnisse und dem Bewusstsein, dass ich fähig bin, mich selbst da raus entwickelt zu haben, verschwand die Ohnmacht.

Es ist so heilsam, dem eigenen Körper liebevoll zu begegnen: mit seiner Geschichte, mit seinem Ausdruck, mit seinen Möglichkeiten und mit seiner Sprache. Dafür braucht es einen behutsamen Raum.

Dann kann ein posttraumatisches Wachstum stattfinden und die Selbstwirksamkeit so gestärkt werden, dass ein gefühlt freieres Leben möglich wird.

Öffne behutsam deinen Raum und entdecke die Verbundenheit!

 
 
 
 
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